Archiv des Autors: Wildemasche

Das Abstiegsgespenst geht um

Nur noch wenige Spieltage bis zum Saisonfinale. Die Bayern aus München sind der Konkurrenz längst enteilt, und sonnen sich an der Spitze der Tabelle im Glanz Ihrer prallen Punktzahl.

Doch am dunklen Tabellenende, im Keller der Liga, in den dunklen Gewölben des deutschen Profifußballs, dort geht ein Gespenst um, wie es berühmter nicht sein könnte in der höchsten deutschen Spielklasse: das Abstiegsgespenst.

Abstiegsgespenst Fanschal

Fanschal Abstiegsgespenst

Der Abstiegsgespenst-Fanschal ist jetzt erhältlich in allen Filialen der direkten Abstiegskandidaten und im gut sortierten Relegations-Fachhandel.

You appear to understand so much about this

Kommentare erwecken ein Blog erst so richtig zum Leben. Was gefällt oder mißfällt, kann von jedermann am Ende des Artikels als Kommentar ins Netz gestellt werden. So nimmt der Musteruser an allen möglichen Diskussionen teil, widerspricht oder ermuntert zu weiteren Artikeln.

So auch bei diesem Blog über Schals, Fanschals und Strickdecken. Manchmal allerdings scheint die Message eine Extrarunde um die Welt zu drehen, und man erntet Kommentare aus fremden Ländern in einer fremden Sprache, mit denen man beim besten Willen nicht gerechnet hätte.

Hier einige Beispiele der letzten Tage:

Its such as you read my thoughts! You appear to understand so much about this.

Ich fühle mich geschmeichelt. Deutet der werte Kommentator doch an, ich könne Gedanken lesen. Und es „erscheint“ ihm sogar so, als verstünde ich davon jede Menge. Von was genau, also vom Gedankenlesen oder vom Thema, das schreibt er allerdings nicht. Auch nicht, ob er weiß, um welches Thema es geht, aber gut. Hier der nächste Kommentar:

Very informative article post.Really looking forward to read more. Really Great.

Ja, so ein Kommentar bestärkt natürlich, die Blogschreiberei nicht an den Nagel zu hängen, sondern gleich den nächsten Artikel digital und weltweit verfügbar zu machen. Der werte Leser und Kommentator scheint geradezu süchtig nach unseren Blogposts zu sein.

I think that you could do with some pics to drive the message home a little bit.

Zuguterletzt wird dann doch auf die Euphoriebremse getreten, der kritische Unterton dieses Kommentars ist mir nicht entgangen. Die Verwendung von mehr Bildern wird hier nahe gelegt, um die „Message“ „ein wenig“ „nach Hause“ zu bringen.

Nene, das geht nun doch zu weit. Mit frontaler Absicht enthält dieser Artikel nun kein Bild, und ich steig auf halber Strecke aus, bevor ich bei der Heimfahrt mit der Message noch in einen Unfall verwickelt werde.

Nieder mit Kommentarspam, sage ich an dieser Stelle ganz deutlich, und im nächsten Artikel wird es dann wieder wie gewohnt um die wirklich wichtigen Aspekte des Bloggens über Schals, Fanschals und Decken gehen.

Strickdecke Design Frage

Alles eine Frage des Designs.

Strickdecke Design Frage

Strickdecke Design Frage

Diese schöne Decke kann man beispielsweise auf Sofa oder Gästebett auslegen, um Antworten zu erhalten, oder den werten Gast etwas ins Grübeln zu bringen. Steht die Frage evtl. hinten auf der Decke? Oder sogar gleich auch die Empfehlung für die Antwort?

Aufpassen sollte man allerdings, falls jemand die Frage tatsächlich auf der Decke beantworten möchte, und das, wie vorgesehen, per Ankreuzen übernimmt. Da kann es sein, dass das die stärkste Strickdecke nicht aushält.

Fanschal digital

Was ist nicht alles digital heutzutage. Die Welt der Nullen und Einsen erobert den gesamten Planeten, und macht auch vor Strickschal Designs nicht halt.

Konnte man früher noch ganz in Ruhe analog mit Nadel und Faden vor sich hinstricken, z.B. zwei rechts, zwei links, so ist nun auch diese Bastion der manuellen Handarbeit gefallen.

Fanschal Digital

Fanschal Digital

Digital wird heute gestrickt, zwar auch noch mit Nadel, Faden und einem passenden Strickmuster. Doch selbst die Strickmuster von heute sind digital, wie das Design oben zeigt: Nullen, Einsen, immer wieder und immer mehr, über den gesamten Schal verteilt. Die Strickmaschinen von heute stricken nicht mehr handgezeichnete Muster oder schlecht belichtete Kopien aus einschlägigen Handarbeitszeitschriften. Die Maschinen stricken von digitalen Vorlagen, werden online geladen, mit Mustern, die im Internet gestaltet und dann auch gleich online bestellt werden.

Nur das Tragen des Schals geht noch ganz analog, wie eh und je: um den Hals wickeln, evtl. doppelt nehmen, die Enden verknoten, und ab in die kalte Welt hinaus.